04. NEWS & BLOG

LYRIC BLOG 

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»WORTE UND BILDER KOMMUNIZIEREN
GEMEINSAM VIEL STÄRKER ALS ALLEINE
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- William Albert Allard -

MEIN LYRIK BLOG 

Seit Jahren schon verbinde ich Literatur, Lyrik und Gedichte mit den dazu passenden Motiven. Es ist mir eine Freude und die Texte sind mir Freunde, die sich manchmal - auf wundersame Art und Weise mit manchen meiner Arbeiten verbinden. 

Viel Freude beim Lesen

und Betrachten - hier oder auf Facebook, Instagram und Twitter. 

Eines Tages wird alles gut sein,

das ist unsere Hoffnung.

Heute ist alles in Ordnung,

das ist unsere Illusion. - Voltaire -

BILDNUMMER: 22072490

Man müßte wieder sechzehn Jahre sein

und alles, was seitdem geschah, vergessen.

Man müßte wieder seltne Blumen pressen

und (weil man wächst) sich an der Türe messen

und auf dem Schulweg in die Tore schrein.


Man müßte wieder nachts am Fenster stehn

und auf die Stimme der Passanten hören,

wenn sie den leisen Schlaf der Straßen stören.

Man müßte sich, wenn einer lügt, empören

und ihm fünf Tage aus dem Wege gehn.


Man müßte wieder durch den Stadtpark laufen

mit einem Mädchen, das nach Hause muß

und küssen will und Angst hat vor dem Kuß.

Man müßte ihr und sich, vor Ladenschluß,

für zwei Mark fünfzig ein paar Ringe kaufen.


Man würde seiner Mutter wieder schmeicheln,

weil man zum Jahrmarkt ein paar Groschen braucht.

Man sähe dann den Mann, der lange taucht.

Und einen Affen, der Zigarren raucht.

Und ließe sich von Riesendamen streicheln.


Man ließe sich von einer Frau verführen

und dächte stets: das ist Herrn Nussbaums Braut.

Man spürte ihre Hände auf der Haut.

Das Herz im Leibe schlüge hart und laut,

als schlügen nachts im Elternhaus die Türen.


Man sähe alles, was man damals sah.

Und alles, was seit jener Zeit geschah,

das würde nun zum zweitenmal geschehn . . .

Dieselben Bilder willst du wiedersehn?

Ja!


- Erich Kästner -

BILDNUMMER: 22072579



Wunderbar vor sicher mehr als 20 Jahren schon – von Jürgen von der Lippe rezitiert.


„Ich habe große Rechte, über die Natur ungehalten zu sein, und bei meiner Ehre! ich will sie geltend machen. – Warum bin ich nicht der erste aus Mutterleib gekrochen? Warum nicht der einzige? Warum musste sie mir diese Bürde von Hässlichkeit aufladen? Warum gerade mir? Dieses Maul, diese Nase, diese Augen? (…) Wirklich, ich glaube, sie hat von allen Menschensorten das Scheußliche auf einen Haufen geworfen und mich daraus gebacken. Warum ging sie so parteilich zu Werke?


Sie gab mir nichts mit; wozu ich mich machen will, das ist nun meine Sache. Jeder hat gleiches Recht zum Größten und Kleinsten, Anspruch wird an Anspruch, Trieb an Trieb und Kraft an Kraft zernichtet. Das Recht wohnet beim Überwältiger, und die Schranken unserer Kraft sind unsere Gesetze. (…)


Frisch also! mutig ans Werk! – Ich will alles um mich her ausrotten, was mich einschränkt, dass ich nicht Herr bin. Herr muss ich sein, dass ich das mit Gewalt ertrotze, wozu mir die Liebenswürdigkeit gebricht.“

- Friedrich Schiller -

BILDNUMMER: 22072996 AUS: Die Räuber, 1. Akt, 1. Szene