04. NEWS & BLOG

LYRIC BLOG 

»WORTE UND BILDER KOMMUNIZIEREN
GEMEINSAM VIEL STÄRKER ALS ALLEINE
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- William Albert Allard -

MEIN LYRIK BLOG 

Seit Jahren schon verbinde ich Literatur, Lyrik und Gedichte mit den dazu passenden Motiven. Es ist mir eine Freude und die Texte sind mir Freunde, die sich manchmal - auf wundersame Art und Weise mit manchen meiner Arbeiten verbinden. 

Viel Freude beim Lesen

und Betrachten - hier oder auf Facebook, Instagram und Twitter. 

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Du siehst mich manchmal an,

als hätt ich schuld.

Ich habe von deiner Huld

nicht einen Hauch vertan.


Ich lebe ja vom Traum

dass du mich liebst.

Traum wird zum grauen Raum,

wenn du dich gibst.


Bleib immer, wo du stehst.

Du stehst so fern.

Du nahst mir und vergehst:

Bleib ferne, Stern!


Ich will dich anders und:

inniger als du mich.

Verwehr mir deinen Mund:

Ich liebe dich!

– Josef Weinheber -

- 1924 war ein Denkmal für den im Ersten Weltkrieg gefallenen Mannheimer Reichstagsabgeordneten Ludwig Frank (SPD) errichtet worden, das die Nationalsozialisten entfernten. 1950 wurde eine neue Skulptur, „Jüngling mit Stab“, aufgestellt, die an Ludwig Frank und die Opfer des Ersten Weltkriegs erinnert. -


SKULPTUR: JÜNGLING MIT STAB

KÜNSTLER*IN: Mir noch unbekannt


DER TRAUM

– Josef Weinheber -


Rezitation: Gert Westphal


Ich ließ meinen Engel lange nicht los,

und er verarmte mir in den Armen,

und wurde klein, und ich wurde groß:

und auf einmal war ich das Erbarmen,

und er eine zitternde Bitte bloß.


Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, –

und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;

er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,

und wir haben langsam einander erkannt …


Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht,

kann er frei seine Flügel entfalten

und die Stille der Sterne durchspalten, –

denn er muss meiner einsamen Nacht

nicht mehr die ängstlichen Hände halten –

seit mich mein Engel nicht mehr bewacht.

– Rainer Maria Rilke -

Wie versprochen, fanden wir eine kleine, schöne Lösung für unsere Fotografien. Zwar gibt es keine – auch für mich wunderbare – Fotowand, mit über 400 Momenten und zig-dutzenden Geschenken. Doch wir haben ein paar Engel, als Menschen & als eben solche, die unsere Gäste mitbekommen und ToGo auch mitnehmen dürfen. Sie wehen ein wenig wie Tibetische Gebetsfahnen aus Nepal durch das R2 Quadrat und grüßen so die Menschen und tragen nur gute Wünsche.

ENGELLIEDER

– Rainer Maria Rilke -


Rezitation: Hanna Schygulla

Es kommen härtere Tage.

Die auf Widerruf gestundete Zeit

wird sichtbar am Horizont.

Bald mußt du den Schuh schnüren

und die Hunde zurückjagen in die Marschhöfe.

Denn die Eingeweide der Fische

sind kalt geworden im Wind.

Ärmlich brennt das Licht der Lupinen.

Dein Blick spurt im Nebel:

die auf Widerruf gestundete Zeit

wird sichtbar am Horizont.


Drüben versinkt dir die Geliebte im Sand,

er steigt um ihr wehendes Haar,

er fällt ihr ins Wort,

er befiehlt ihr zu schweigen,

er findet sie sterblich

und willig dem Abschied

nach jeder Umarmung.


Sieh dich nicht um.

Schnür deinen Schuh.

Jag die Hunde zurück.

Wirf die Fische ins Meer.

Lösch die Lupinen!

Es kommen härtere Tage.


- Ingeborg Bachmann -


DIE GESTUNDETE ZEIT

– Ingeborg Bachmann -


Rezitation: Sophie Rois

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