27. SEP 2021 PARIS

ARC DE TRIOMPHE

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»KUNST IST DAS,
WAS WIR MACHEN
«
- Christo -

EINE REISE NACH PARIS
zum verhüllten Arc de Triomphe.
Dem Herzen Frankreichs.
Eine Arbeit von Christo & Jeanne-Claude.


Paris - Montag, 27. September 2021

Vorab
1995 - ich war keine 19 Jahre alt - Berlin schrie nach mir und ich hörte. Leider hörte ich damals noch nicht auf die Kunst, noch nicht auf solche Art von Kunst. Sondern vertrieb mir wohl eher Nachts, die ganze Zeit die ich nur aufbringen konnte - in den Clubs - tanzend - im Rausch der Bässe - als dass ich mir die Massen an Touristen geben wollte, um den verhüllten Reichstag von Christo und Jeanne-Claude im Tageslicht zu betrachten.

Heute
26 Jahre später - Berlin ist etwas über 600 km entfernt von mir. Paris etwas weniger als 600 km entfernt von mir. Christo und Jeanne-Claude … nochmal werde ich das nicht erleben und das wollt ich mir nun nicht entgehen lassen. 

Also packte ich mir einen Griechen als Stadtführer - meine liebe Kamera und zwei Objektive - und fahre direkt von Mannheim nach Paris - in knapp 3 Stunden. Mein allererstes Mal Paris.

Was soll ich sagen? Statt zu blinken hupt man - und wenn man wo rein will - wir nennen das Reißverschlussverfahren - in Paris muss man drängeln - förmlich schon schieben.  Natürlich fuhren wir kein Auto - sondern nahmen die U-Bahn. Eine Stadt für sich im Untergrund. Voll. Die Hölle. Aber immer noch besser als auf den Straßen. Irre.. Ich meine … ich bin ja Städte gewohnt. Und ich mag sie auch. Auch die größeren. Aber das ist dann doch ne andere Hausnummer.

Zudem waren wir ja nur wegen dem verhüllten Triumphbogen in der Stadt und auch nur für einen Tag. Genauer gesagt von 10 bis 19 Uhr. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich möchte nun nichts darüberschreiben, wie die Kunst auf mich wirkte. Sie tat es. Das ist das wichtigste und auch das schönste daran. Sie muss sich nicht erklären, sie tut es einfach. Zeitweise war ich Glücklich davon. Zugegeben - der Bio-Bordeaux zur Mittagszeit half ein wenig dabei :) 

Es war sehr spanend für mich, die Menschen zu betrachten. Ich habe wahnsinnig viele Gespräche geführt. Gleich das erste - wie wir den Untergrund verließen und zum ersten Mal Paris von Oben sahen. Da kam ein älterer Herr auf mich zu - elegant gekleidet - übrigens alle sind da elegant gekleidet (bis auf die Touristen) - er fragte auf englisch welche Sprache ich spreche.  German - sagte ich: Da sprach er dann doch tatsächlich ein paar deutsche Sätze - er war früher Deutsch-Lehrer. Das war mehr als aufregend und schön zugleich. 

Circa eine halbe Stunde und zig Blocks später - rief es Hallo Hallooo aus einem Café - da saß er und winkte mir zu. Paris ist eben auch nur ein Dorf.

In der U-Bahn versuchten wir die Haltestellen zu lesen und irgendwie auch auszusprechen. Eine junge Frau neben mir - mit einem rosa Koffer konnte sich das Schmunzeln nicht verkneifen. So kamen wir ins Gespräch. Sie hasst Paris - sie besucht ihre Schwester, die im Krankenhaus liegt, der wir sofort unsere besten Wünsche sendeten. Sie komme aus Bordeaux - wie der Wein zum Mittag :) 

Auf dem Plateau des Triumphbogens - eine liebe Frau aus Bonn von der Sea-Eye mit der ich lange sprach. Ein junger vollbärtiger Fotograf aus Hamburg der nach ein paar Tipps fragte - er hielt uns wohl für Profis. 

Gern wäre ich da noch länger geblieben - zu sehen, wie die Menschen dieses Kunstwerk nutzen - machte es nochmals mehr - zu etwas ganz Besonderen. 

Und wie es sich gehört - das erste Mal Paris - da darf der Eiffelturm nicht fehlen. Völlig geschafft - in der Rush Hour - die U-Bahn war nicht voll - sie war Proppenvoll. Wir hatten nur noch 15, sagen wir 20 Minuten bis unser Zug zurückfuhr und die U-Bahn hielt aus baulichen Gründen mehrfach mehrere Minuten mit Durchsagen, dass sich die Fahrt verzögere.  

Mit nur noch 5 Minuten Zeit - erreichten wir unseren ICE nach Mannheim. Geschafft und zufrieden mit 1000 Eindrücken und so ner großen Lust, das bald nochmal zu machen. 

Nun euch viel Freude an den Bildern dieser Reise. 
Alexander Kästel