ES LIEGT EIN SCHATZ

IN DEN MENSCHEN

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»VOM ANKOMMEN UND VERLASSEN, MUT SCHÖPFEN
UND MUT SCHENKEN, 
VON MENSCHLICHKEIT UND HILFE«
- Dezember 2021 -

ES LIEGT EIN SCHATZ IN DEN MENSCHEN

Wir wollen eine menschliche Gesellschaft gestalten, die von Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde geprägt ist.

Das ist einer der Leitsätze der Evangelischen Landeskirche in Baden, der gültig sein kann für alle, die auf unterschiedlichste Weise einen Beitrag leisten, damit Menschen auf ihrer Flucht bei uns im Rhein-Neckar-Kreis gut ankommen. Gemeinsam sind wir herausgefordert, ihn an jedem Ort, in jeder Kirchengemeinde und in jeder unserer Beratungsstellen lebendig werden zu lassen.

 

Es ist ein Leitsatz, der gut zu den Geschichten passt, die wir Ihnen in unserer Ausstellung erzählen wollen.

 

Menschliche Gesellschaft

Menschlichkeit in der Gesellschaft erleben wir hautnah in unserem unmittelbaren Lebensumfeld. Dass hier Menschen unter uns leben, die nur das besitzen, was sie tragen konnten, ist schwer auszuhalten, die Geschichten, die sie erzählen, sind es noch viel weniger.

 

Wir sind dankbar für Alle, die sich in dieser Zeit heraus- gefordert fühlen, einen aktiven Beitrag für mehr Menschlichkeit in unserer Gesellschaft zu leisten.

 

Unsere Aufgabe als Diakonie sehen wir darin, wo immer es erforderlich ist, dieses Engagement fachlich zu unterstützen. Diese Ausstellung soll ein Beitrag dazu sein.

 

Freiheit und Gerechtigkeit

„Wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen und bürokratischen Hürden auf Abwehr ausgerichtet sind und Integration eher behindern als ermöglichen“1, wurde und wird die Arbeit der Diakonischen Fachberatung immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Gerechtigkeit kann zwar auch bedeuten, dass nicht jede Person eine Bleibeberechtigung erhält. Jede*r Geflüchtete muss aber Gehör finden und erfahren, welche rechtlichen Möglichkeiten ihm/ihr offenstehen.

 

1 Urs Keller, Leitung Referat Diakonie und Seelsorge,    Evangelische Landeskirche Baden, November 2021

 

Dass individuelle Rechte in unserem Rechtsstaat manchmal mühsam erkämpft werden müssen, ist auch eine Erfahrung der Ehrenamtlichen und Geflüchteten, die davon in unserer Ausstellung erzählen.

 

Das Wächteramt der Kirchen, dass sie sich als unabhängige Instanz für Gerechtigkeit und Freiheit einsetzt, halten wir in der Verantwortung für Geflüchtete für eine Christenpflicht.

» 28-seitiges Begleitheft - PDF -140 MB

» Grußwort - Ursula Igel & Karl-Heinz Konnerth

» Alexander - Es muss sich etwas ändern

» Hossein - Hier kann ich meine Meinung frei sagen

» Otto - Man lernt sein Land kennen und sich selbst

» Nourya - Hier habe ich eine Zukunft

» Jainaba - Mit Geduld und Zuversicht

» Margit - Man kann miteinander mehr erreichen

» Yhaso - Die Sprache zu erlernen ist wichtig

» Tanja - Da geht mir das Herz auf

» Micky - Am wichtigsten ist Friede

» Balkees - Bei Null wieder anfangen

 

Menschenwürde

Ein großer Erfolg der vielen ehrenamtlichen Initiativen ist es, dass so viele Möglichkeiten zur Begegnung geschaffen wurden. Hier werden aus Geflüchteten Menschen mit individuellen Schicksalen und aus den Helfenden interessierte Zuhörer*innen, die durch die Begegnung mit anderen Kulturen bereichert und beschenkt werden. In diesen Begegnungen auf Augenhöhe ist spürbar: Jeder Mensch ist wertvoll, weil er ein Mensch ist.

 

Einige dieser Begegnungen sollen in unserer Ausstellung ein Gesicht bekommen und zeigen was möglich ist, wenn sich Menschen füreinander öffnen, denn

Es liegt ein Schatz in den Menschen.

 

Gemeinsam mit anderen Akteuren sind wir als Kirche und Diakonie aufgerufen, uns weiterhin für gute Rahmenbedingungen zum Schutz und für die Aufnahme von Geflüchteten einzusetzen. Wir werden nicht nachlassen, uns für eine menschliche Gesellschaft zu engagieren, die von Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde geprägt ist.  

 

Ursula Igel                                                    
Bezirksleitung Südliche Kurpfalz                       Fachbereichskoordination Flucht und Migration

Karl-Heinz Konnerth

Verbandsgeschäftsführung

 

 

Eine Ausstellung realisiert von der Mannheimer Journalistin Maria Hüttner und dem ebenfalls in Mannheim wirkenden Fotografen Alexander Kästel

im Auftrag des Diakonischen Werkes im Rhein-Neckar-Kreis mit Unterstützung der Evangelischen Kirchenbezirke Südliche Kurpfalz, Neckar-Bergstraße, Kraichgau und Neckargemünd-Eberbach.