04. NEWS & BLOG

LYRIC BLOG 

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»WORTE UND BILDER KOMMUNIZIEREN
GEMEINSAM VIEL STÄRKER ALS ALLEINE
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- William Albert Allard -

MEIN LYRIK BLOG 

Seit Jahren schon verbinde ich Literatur, Lyrik und Gedichte mit den dazu passenden Motiven. Es ist mir eine Freude und die Texte sind mir Freunde, die sich manchmal - auf wundersame Art und Weise mit manchen meiner Arbeiten verbinden. 

Viel Freude beim Lesen

und Betrachten - hier oder auf Facebook, Instagram und Twitter. 

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Oh Herr, Du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag

älter und eines Tages alt sein werde.


Bewahre mich vor der Einbildung,

bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema

etwas sagen zu müssen.


Erlöse mich von der großen Leidenschaft,

die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.


Lehre mich, nachdenklich (aber nicht grüblerisch),

hilfreich (aber nicht diktatorisch) zu sein.


Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheit

erscheint es mir ja schade, sie nicht weiterzugeben.


Aber Du verstehst - oh Herr - dass ich mir

ein paar Freunde erhalten möchte.


Bewahre mich vor der Aufzählung endloser

Einzelheiten und verleihe mir Schwingen,

zur Pointe zu gelangen.


Lehre mich schweigen über meine Krankheiten

Und Beschwerden. Sie nehmen zu,

und die Lust, sie zu

beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.


Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen,

mir die Krankheitsschilderungen anderer

mit Freude anzuhören, aber lehre mich,

sie geduldig zu ertragen.


Lehre mich die wunderbare Weisheit,

dass ich mich irren kann.

Erhalte mich so liebenswert wie möglich.


Ich möchte kein Heiliger sein,

mit ihnen lebt es sich so schwer,

aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels.


Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete

Talente zu entdecken, und verleihe mir o Herr,

die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

- Teresa von Ávila -



Lieb ist ein Land mir, wo Suleima wohnt,

und ob es jahrlang unberegnet blieb.

Ich lieb' in meinem Leben ja nicht Grund

und Boden, sondern wer dort wohnt, ist lieb. - Ein Ungenannter -

aus Hamasa

von Abu Temmam

Ich wünsche allen einen frohen und vor allem einen gesunden Ramadan - der heute Abend beginnt.

Da oben wird das Bild von einer Welt

aus Blicken immerfort erneut und gilt.

Nur manchmal, heimlich, kommt ein Ding und stellt

sich neben ihn, wenn er durch dieses Bild


sich drängt, ganz unten, anders, wie er ist;

nicht ausgestoßen und nicht eingereiht,

und wie im Zweifel seine Wirklichkeit

weggebend an das Bild, das er vergißt,


um dennoch immer wieder sein Gesicht

hineinzuhalten, fast mit einem Flehen,

beinah begreifend, nah am Einverstehen

und doch verzichtend: denn er wäre nicht. - Rainer Maria Rilke -