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ES FIEL EIN REIF IN DER FRÜHLINGSNACHT

Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht,

Er fiel auf die zarten Blaublümelein,

Sie sind verwelket, verdorret.


Ein Jüngling hatte ein Mädchen lieb;

Sie flohen gar heimlich von zu Hause fort,

Es wußt’ weder Vater noch Mutter.


Sie sind gewandert, hin und her,

Sie haben gehabt weder Glück noch Stern,

Sie sind verdorben, gestorben.


Auf ihrem Grab Blaublümlein blühn,

Umschlingen sich zart wie sie im Grab,

Der Reif sie nicht welket, nicht dörret.


- Heinrich Heine -


ES FIEL EIN REIF IN DER FRÜHLINGSNACHT

- Heinrich Heine -

Interpretiert von: - Bobo und Herzfeld -



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