ENGELLIEDER

Ich ließ meinen Engel lange nicht los,

und er verarmte mir in den Armen,

und wurde klein, und ich wurde groß:

und auf einmal war ich das Erbarmen,

und er eine zitternde Bitte bloß.


Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, –

und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;

er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,

und wir haben langsam einander erkannt …


Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht,

kann er frei seine Flügel entfalten

und die Stille der Sterne durchspalten, –

denn er muss meiner einsamen Nacht

nicht mehr die ängstlichen Hände halten –

seit mich mein Engel nicht mehr bewacht.

– Rainer Maria Rilke -

Wie versprochen, fanden wir eine kleine, schöne Lösung für unsere Fotografien. Zwar gibt es keine – auch für mich wunderbare – Fotowand, mit über 400 Momenten und zig-dutzenden Geschenken. Doch wir haben ein paar Engel, als Menschen & als eben solche, die unsere Gäste mitbekommen und ToGo auch mitnehmen dürfen. Sie wehen ein wenig wie Tibetische Gebetsfahnen aus Nepal durch das R2 Quadrat und grüßen so die Menschen und tragen nur gute Wünsche.

ENGELLIEDER

– Rainer Maria Rilke -


Rezitation: Hanna Schygulla

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