DER AUGUST

Nun hebt das Jahr die Sense hoch

und mäht die Sommertage wie ein Bauer.

Wer sät, muss mähen.

Und wer mäht, muss säen.

Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer. (…) Wann reisten sie? Bei Tage kaum.

Stets leuchteten sie golden am Stakete.

Wann reisten sie? Vielleicht im Traum?

Nachts, als der Duft vom Lindenbaum

an ihnen abschiedssüß vorüberwehte? (…) Nichts bleibt, mein Herz. Bald sagt der Tag Gutnacht.

Sternschnuppen fallen dann, silbern und sacht,

ins Irgendwo, wie Tränen ohne Trauer.

Dann wünsche Deinen Wunsch, doch gib gut acht!

Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.



- Erich Kästner -


Einer meiner liebsten Autor*innen – und nicht nur weil ich ihm oft so nahe war – im Wort und im Bild. Dazu auch noch eines meiner Lieblingsmotive. Es ist schon ein paar Jahre her, aber es war ein Sommer wie er diese Tage war – heiß - keine Wolke am Himmel. Da ergeben sich manchmal Bilder fast von Ewigkeit.

Heinz Rühmann spricht „DER AUGUST“

von - Erich Kästner -



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