04. NEWS & BLOG

LYRIC BLOG 

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GEMEINSAM VIEL STÄRKER ALS ALLEINE
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- William Albert Allard -

MEIN LYRIK BLOG 

Seit Jahren schon verbinde ich Literatur, Lyrik und Gedichte mit den dazu passenden Motiven. Es ist mir eine Freude und die Texte sind mir Freunde, die sich manchmal - auf wundersame Art und Weise mit manchen meiner Arbeiten verbinden. 

Viel Freude beim Lesen

und Betrachten - hier oder auf Facebook, Instagram und Twitter. 

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Er ging hinauf unter dem grauen Laub

ganz grau und aufgelöst im Ölgelände

und legte seine Stirne voller Staub

tief in das Staubigsein der heißen Hände.

Nach allem dies. Und dieses war der Schluss.

Jetzt soll ich gehen, während ich erblinde,

und warum willst Du, dass ich sagen muss,

Du seist, wenn ich Dich selber nicht mehr finde.

Ich finde Dich nicht mehr. Nicht in mir, nein.

Nicht in den andern. Nicht in diesem Stein.

Ich finde Dich nicht mehr. Ich bin allein.

Ich bin allein mit aller Menschen Gram,

den ich durch Dich zu lindern unternahm,

der Du nicht bist. o namenlose Scham...

Später erzählte man, ein Engel kam - .

Warum ein Engel? Ach es kam die Nacht

und blätterte gleichgültig in den Bäumen.

Die Jünger rührten sich in ihren Träumen.

Warum ein Engel? Ach es kam die Nacht.

Die Nacht, die kam, war keine ungemeine;

so gehen hunderte vorbei.

Da schlafen Hunde, und da liegen Steine.

Ach eine traurige, ach irgendeine,

die wartet, bis es wieder Morgen sei.

Denn Engel kommen nicht zu solchen Betern,

und Nächte werden nicht um solche groß.

Die Sich-Verlierenden lässt alles los,

und die sind preisgegeben von den Vätern

und ausgeschlossen aus der Mütter Schoß.


- Rainer Maria Rilke -




"Der Mensch lebt notwendig in einer Begegnung mit anderen Menschen und ihm wird mit

dieser Begegnung eine Verantwortung für den anderen Menschen auferlegt“ - Dietrich Bonhoeffer -


Heute vor 75 Jahren wurden Dietrich Bonhoeffer und andere Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime hingerichtet. Sie wurden als "Verschwörer" des Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944 in einer angeblichen "Kriegsgerichtsverhandlung" in einem kurzen Prozess zum Tode verurteilt.



Was aber möglich ist, in der Tat, ist Veränderung. Und die verändernde Wirkung, die von neuen Werken ausgeht, erzieht uns zu neuer Wahrnehmung, neuem Gefühl, neuem Bewusstsein.


- Ingeborg Bachmann



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