04. SEP. 2020 MANNHEIM

KARLA SPAGERER

»ZEITZEUGINNENGESPRÄCH«

- mit Karla Spagerer und Dr. Stefan Fulst-Blei -

„Die Gestapo hat meine Großmutter Babette Ries verhaftet, weil sie Geld und Lebensmittel für Familien gesammelt hatte, deren Männer inhaftiert waren," so Karla Spagerer. 18 Monate hat sie im Gefängnis gesessen. „In dieser Zeit hat die Gestapo bei uns ein paar Mal Hausdurchsuchungen gemacht. Nach dem Krieg habe ich erfahren, dass bei uns Flugblätter zwischengelagert waren“, erzählte Spagerer.

Die 1929 geborene Karla Spagerer ist eine der letzten Zeitzeuginnen der Nazizeit in Mannheim. Bewegend und erschreckend zugleich – erzählt sie von den unsagbaren Erlebnissen des Nationalsozialismus, die sie im eigenen familiären Umfeld miterlebt hat. Sie ist glücklich in einer Demokratie zu leben und hofft, dass es auch so bleibt. „Für die Demokratie muss man kämpfen“, so Karla Spagerer. Und die nun 91-jährige kämpft mit all ihren Mitteln für Demokratie. Sie schilderte die Begebenheiten, die sie in ihrer Jugend in den zwölf Jahren des Nationalsozialismus erlebt hat – dass wir sie nicht vergessen, dass wir nun ebenfalls ZeitzeugInnen werden.

Ein breites buntes Mannheimer Bündnis unterstützte diese Veranstaltung am 4. September 2020 vor der Kulturhalle Feudenheim, die parallel zu einer AfD Veranstaltung im Inneren des Gebäudes mit Alice Weidel, Martin Hess und Marc Bernhard stattfand.

 

 

 

Statt Hass und Hetze zu verbreiten, täte es allen gut – das wir Menschen wie Karla Spagerer zuhören, sie erzählen lassen - wie es dazu kam, wie es war und wie sich die Menschen dabei gefühlt haben. Wie sie das überwinden konnten und wie wir sie dabei unterstützen können, dies niemals zu vergessen.

 

 

Kein Vergeben – kein Vergessen!

Danke Karla für deine Kraft.

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